
Wie entsteht Schaum?
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Jeder Mensch hat täglich mit Schaum zu tun, beim Duschen, Rasieren, Waschen
und, nicht zu vergessen, beim Bier. All diese verschiedenen Schäume haben
ihre spezifischen Eigenschaften, z.B. soll ein Rasierschaum sehr gut schäumen
und vor allem stabil sein, ganz im Gegensatz dazu soll ein Waschmittel
definiert schäumen, damit die Waschmaschine nicht überläuft und die Wäsche
geschützt wird. Deshalb muss die Auswahl und Kombination der
schaumerzeugenden, –stabilisierenden und -zerstörenden Substanzen genau auf
die Anwendung abgestimmt und getestet sein.
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Voraussetzung für die Schaumentstehung in Flüssigkeiten
ist zum einen das Herabsetzen der Oberflächenspannung und zum anderen das
Einbringen von Luft in die Flüssigkeit.
Die Oberflächenspannung kann durch Tenside gesenkt werden. Dabei lagern sie
sich an den Grenzflächen zwischen Flüssigkeit und Luft an. An die in die
Flüssigkeit eingebrachten Luftblasen lagern sich ebenfalls Tenside an. Die
Luftblasen steigen an die Flüssigkeitsoberfläche und es bildet sich eine
Doppelschicht oder Lamelle bestehend aus zwei Grenzflächen (Luft –
Flüssigkeit - Luft) mit angelagerten Tensiden. Diese Lamellen sind der
Hauptbestandteil des Schaums. Durch die Schwerkraft läuft allmählich die
Flüssigkeit aus dem Schaum, d. h. er zerfällt.
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Methoden des Schaumtestens
| Bei der Entwicklung neuer Produkte ist eine genaue
Differenzierung der Eigenschaften notwendig. Deshalb muss das
Schäumungsverhalten von Flüssigkeiten im Hinblick auf deren Anwendung
getestet werden, was sich in zwei Arbeitsschritte unterteilen lässt. Zum
einen muss Schaum erzeugt und zum anderen die Schaumhöhe gemessen werden.
Herkömmliche Methoden des Schaumerzeugens beruhen auf
mechanischen Prinzipen, wie z.B. Schütteln (ASTM D3601-88 (Reapproved 1997)),
Schlagen (DIN 53902-1), Ross-Miles-Verfahren (DIN 53902-2), Duschen (DIN
51395-1) oder Lufteintrag.
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Zur Schaumhöhenmessung werden folgende Verfahren verwendet:
- Visuell
Über eine am Messgefäß befindliche Skale wird vom Anwender in bestimmten
Intervallen die Schaumhöhe visuell ermittelt, was große Sorgfalt
erfordert, da die Schaumoberfläche nicht eben ist und somit subjektive
Fehler nicht auszuschließen sind.
- Durchlicht
Mit Hilfe von Lichtschranken wird die Schaumhöhe gemessen, da der Schaum
das ausgesandte Licht bricht und somit den Lichtempfänger abdunkelt. Das
Messergebnis kann durch Verschmutzungen des Gefäßes verfälscht werden.
Unebenheiten der Schaumoberflächen werden nicht erfasst.
Bei diesen Methoden des Schaumtestens gibt es die
Nachteile, dass entweder die Messergebnisse nicht reproduzierbar sind oder
subjektive Einflüsse die Ergebnisse beeinflussen.
Das neue SITA-Schaumtestsystem liefert über das patentierte
Rotor-Verfahren, bei dem eine definierte Schaumerzeugung erfolgt, und über
einen speziellen Sensor, der das Oberflächenprofil des Schaums erfasst,
reproduzierbare Messergebnisse ohne subjektive Einflüsse.
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