Experimente zur Oberflächenspannung

Wasserhügel

Wenn man in einem bis zum Rand mit Wasser gefüllten Glas den Flüssigkeitsstand langsam zum Steigen bringt, z.B. durch Hineinlegen von Münzen oder Nachfüllen mit einem Kaffeelöffel, dann kann man beobachten, dass das Glas auch nicht überläuft, wenn die Oberfläche schon über den Rand gestiegen ist, da die Oberflächenspannung versucht, die Fläche zusammenzuhalten. Sie verhält sich wie eine elastische Haut.
Gibt man aber einen Tropfen Spülmittel auf den Wasserhügel, dann läuft das Glas sofort über, da die Tenside des Spülmittels die Oberflächenspannung stark herabsetzen.

"Die Kraft der Seife"

Ein Ring, an dem eine Fadenschlaufe befestigt ist, wird in Seifenlösung getaucht und herausgezogen. In dem Ring bildet sich eine Seifenhaut. Da sich an der Fadenschlaufe innen und außen eine Seifenlamelle befindet, wirkt keine durch die Oberflächenspannung hervorgerufene Kraft auf die Schlaufe und sie hängt lose herunter.
Zersticht man die Seifenhaut im Inneren der Fadenschlaufe, so ist die Summe der durch die Oberflächenspannung hervorgerufenen Kräfte ungleich Null. Die Schlaufe wird auseinander gezogen, weil die Oberfläche der äußeren Seifenhaut dann minimal ist.

Schwimmendes Eisen

Wenn man eine Rasierklinge vorsichtig und eben auf eine Wasseroberfläche legt, dann schwimmt sie, wobei die Oberflächenspannung des Wassers verhindert, dass sie untergeht.
Fügt man dem Wasser einen Tropfen Spülmittel hinzu, so sinkt die Rasierklinge sofort, da die Tenside des Spülmittels die Oberflächenspannung stark herabsetzen.

Verdrängung

In ein mit Wasser gefülltes Gefäß wird Pfeffer gestreut. Dieser schwimmt gleichmäßig verteilt auf der Wasseroberläche.
Wird nun Spülmittel in die Flüssigkeit getropft, so verringert sich an dieser Stelle die Oberflächenspannung. Die Fläche will sich dort vergrößern und der Pfeffer wird an den Rand gedrängt.


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